Improvisieren hält gesund

Es gibt das geflügelte Wort „am Ende des Lateins“ zu sein. Also schlicht überhaupt nicht im geringsten mehr weiter zu wissen (eine schön originelle Herkunftsanalyse dieses Spruches findet sich hier: http://www.stupidedia.org/stupi/Mit_seinem_Latein_am_Ende_sein).

Wer in eigenen Leben oft den Eindruck hat, anzustehen, mit eigenen Ideen nicht durchzukommen bzw. überhaupt gehört zu werden, einfach keine neue Ideen mehr zu haben und die Zukunft daher nicht mitgestalten zu können wird dies wohl irgendwann auch negativ auf gesundheitlicher Ebene spüren.

Unserer Gesundheit zuträglich ist, – so die Resilienzforschung – wenn wir folgende Ressourcen nicht nur nutzen sondern auch aktiv pflegen und weiter entwickeln:

Beziehungsfähigkeit, Hoffnung, Selbständigkeit, Fantasie, Kreativität, Unabhängigkeit, Humor, Entschlossenheit, Mut, Einsicht, Reflexion. Mit Resilienz gemeint ist die Fähigkeit, auch schwierige und als herausfordernd erlebte Situation zu bewältigen, keinen langfristigen Schaden daran zu nehmen. Psychologen haben dazu ein ergänzendes 7-Säulen Modell entwickelt: Optimismus, Akzeptanz, Lösungsorientierung, Opferrolle verlassen, Verantwortung übernehmen, Netzwerk-Orientierung, Zukunftsplanung .

Das klingt bekannt? Ja genau, das alles hat mit Improvisation zu tun bzw. wie diese in den Alltag umgesetzt werden kann. Denn das hat ja mit bewusst gestalteten Beziehungen und Netzwerken zu tun in denen gleichzeitig der eigene Weg, die ureigensten Wünsche weiter wichtig bleibt. Improvisation hat auch mit dem Mut zu tun, Wege vor- und einzuschlagen, die andere als „ungewöhnlich“ bezeichnen würden. Es geht um ein zurückblicken, auf Erkenntnisse, Erfahrungen, Begegnungen die schon vorhanden sind und darauf aufbauen – oder diese völlig neu zu verbinden und neuen Impulsen zu ergänzen. Patricia Madson sagt in ihrem sehr empfehlenswerten Buch (Unverhofft kommt oft! Entdecken Sie Ihr Improvisationstalent: 13 geniale Alltagsstrategien, Vak-Verlag), dass es weiters darum geht, sich den Fakten zu stellen und darauf aufbauend an Lösungen zu arbeiten.

Klingt das alles nicht etwas anstrengend? Also ständig auf das alles zu achten, um gesund zu bleiben? Nun es ist ja auch von Humor und Fantasie die Rede, also von Leichtfüßigkeit im besten Sinn. Das bedeutet auch loslassen zu dürfen, manchmal Fehler zu begehen und daraus zu lernen.

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Eingeordnet unter ressourcenorientiert

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