Monatsarchiv: Dezember 2011

überraschend

jaaa, jubel, vorfreude!

Wir sind also alle wieder eingeladen, einander zu überraschen. Und doch ist gerade „dieses Fest“ (hoffnungloser Versuch das Wort Weihnachten zu vermeiden) eines das unter dem scheinbaren Auftrag steht: Hier soll nichts schief gehen! Alle sollen glücklich sein. Und improvisiert wird an dem Tag schon rein gar nichts.

Die geflügelten Improworte „Alles ist ein Angebot“, werden einem wahren Elchtest ausgesetzt. Besuch bei den / von den lieben Verwandten? Gaaanz persönliche Geschenke? Und wehe der Baum steht einen Mikrometer schief, oder wird noch schlimmer von wem auch immer schief angesehen… Da fliegen die Sätze mit „immer bist du / machst du / achtest du nicht usw.“ tief. Und alle sind so schön schnell beleidigt. Und das soll dann ein Angebot sein, auf dem aufgebaut werden kann.

„Heuer wird alles ganz anders“ – den Vorsatz kennen wir doch alle. Genauso wie den: Morgen mach ich es anders. Jawohl.

Und wie geht das dann wirklich, mit dem „anders“ machen und woher wissen wir, wie das „anders“ gut werden kann, sich besser anfühlen wird, einfach wirklich alle glücklich machen wird?

Gar nicht.

Denn Leben ist unplanbar. Einfach überraschend. Immer wieder.

Klar: Es ist vorhersehbar, Weihnachten (arg er verwendet DAS Wort) – ist eine Herausforderung. Und bestimmte Menschen wollen gesehen, besucht, beschenkt werden, beschenken.

Trotzdem können wir alles noch so perfekt anders planen. Die Überraschung wartet dann im Augenblick. Also dann, wenn wir uns entscheiden, den Fokus zu verschieben, fünf gerade sein lassen, lächeln, durchatmen, etwas tun, mit dem niemand rechnet.

Lässt sich das planen. Natürlich nicht wirklich. Es soll ja überraschend bleiben. Ich soll überraschend bleiben. Vielleicht ist es genau das. Eine kleine Überraschung, die von Achtsamkeit geprägt ist und dem Wissen, nicht alles allein hinkriegen zu müssen.

Euch allen: Ein überrschaendes Fest!

 

 

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jetzt…

Zuerst ein Bekenntnis. Bis vor einem knappen halben Jahr hatte ich keine Ahnung wer oder was Sido sein könnte (ja, es gibt solche Menschen…).

Und meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, als mir meine Tochter einiges vorspielte, bis ich beim Lied „Der Himmel soll warten“ hängen blieb (http://www.youtube.com/watch?v=bGl7Y8K_5tM)…

So. Jetzt könnten einige tiefphilosophische Abhandlungen über das „Hier und Jetzt“ folgen. Oder diese Geschichte die eh keine/r mehr hören kann über diesen nervigen Typen der sagt, dass man/frau eigentlich geht obwohl ich noch sitze usw. laberlaberlaber.

Ich atme durch. Nein, es kommt auch nix über bewusste Atemübungen.

Also ich schreibe im Moment weiter. Ha – erwischt – ein philosophischer Satz. Ätsch.

Was mich bewegt, im Hier und Jetzt das zu schreiben ist ein Augenblick, den ich kürzlich erleben durfte. Eine Frau, die sich an den Rand des Lebens begeben hatte, eigentlich drüber wollte, wieder da ist, ander als vorher. Die mich ansieht, wieder erkennt, meine Hand hält ohne ein Wort zu sagen.

Auf dem nach Hause weg taucht wieder Sidos Lied auf. Die hier schon mehrfach zitierte Patricia Madson sagt dazu: „Handle im Hier und Jetzt…“, also weg von dem ständigen um sich selbst kreisen, ob denn wirklich jetzt etwas angesagt ist, es könnte ja falsch sein oder falsch ankommen oder…

Also was sind, um Madsons Gedanken weiter zu verfolgen, Orte, an denen ich -so wie ich bin und sein kann – gerade jetzt gebraucht, erwartet werde? Wo ich mich von meinen Zweifeln abwende und handle. jetzt.

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