Archiv der Kategorie: ressourcenorientiert

mehr als 20x „Du bist Improvisation“

Vorspann: Zu mir ist im Fühjahr Wolfgang Gumpelmaier in den improweise_raum gekommen. Wir plaudern über Crowdfunding, mögliche Kooperationen und ununi.tv ununi-bitte-was? Heute kann ich auf diese Frage viele Antworten geben. Und auch viele Fragen stellen.

Also zunächst ist es ein Netzwerk an Menschen aus allen Ecken Deutschlands und Österreichs, die aus verschiedenen Berufen und Lebenszusammenhängen kommen. Viele Selbständige, einige aus dem „Eck“ höhere Bildung, einige aus den Feldern Marketing, PR, Beratung, Grafik, Design…

Miteinander entsteht und wächst Bildung: Mit googel-Hangouts, also über googel+ geführte Live-Online-Gespräche zu einer großen Bandbreite an Themen mit ExpertInnen aus allen denkbaren (und undenkbaren) Feldern. Die Inhalte, das Curriculum entstehen im Miteinander, Ideen werden eingebracht, umgesetzt, neu verbunden, aufgelöst, wieder zusammengesetzt… Es sind Monologe, Dialoge, Trialoge,vorbereitete Fragen und solche die im Moment entstehen. Das Entstandene wird live gesehen, oft mit Twitter (#ununitv) kommentiert oder auch auf der googel+ community. Oder auch im Nachhinein gesehen, kommentiert, ergänzt…. Und ich bin Teil dieses faszinierenden Projekts. In einer Crowdfunding-Aktion kommen 25.000 Euro zusammen, um es auf gute Schienen zu stellen. Davon kann u. a. eine technische Betreuung gewährleistet werden.

Genug Vorspann: Ich bringe nach einigen Sendungen zum Thema Social Media (z. B. zu Twitter)  mein „Herzthema“ Angewandte Improvisation ein. Schon die Produktion des Trailers ist ganz etwas Besonders: Ich schau, wer gerade online ist, den/die ich kenne, rufe auf Skype an und Frage: „Was ist für Dich Improvisation?“. Es entstehen, vielfältige faszinierende, knackige Antworten. Dann starte ich damit, mit unterschiedlichsten Personen, über Angewandte Improvisation zu plaudern (alle mehr als 20 Sendungen zum Nachsehen).

Sicht- und ja, greifbar wird die wunderbare Vielfalt in diesem Feld: Belebende, kreative, lösungsorientierte Methoden; Handelnde aus Feldern wie Beratung / Training / Coaching / körperorientierte Ansätze / Improtheater. Sie setzen die Methoden in ganz verschiedenen Kontexten ein: Unternehmensberatung, Therapie, Theater, Lehre, Forschung, Projektmanagement, Seminarbereich, Coaching, Schreiben…

In einer „lessons learned“-session, bei der ich von Anja C. Wagner (einer der Triebfedern von ununi.tv) über Serie befragt habe wähle ich spontan drei der Sessions aus, die ich als „besonders bemerkenswert“ wahrnehme. Stimmt sind sie. Und alle anderen auch. Jede auf eine ganz besondere Weise, mit spannenden Zitaten, die deutlich machen, dass Angewandte Improvisation unser ganze Leben und Handeln, unser Denken betrifft. Und kraftvolle Veränderungen bewirkt, auf den Weg bringen kann.

Schön ist, dass die Gespräche wirklich ein Austausch auf Augenhöhe sind, ich meine Erfahrungen aus Seminaren und Beratungen einbringen kann, die GesprächspartnerInnen ihre, dass Gemeinsames entsteht, Neues…

So entsteht ein lebendiger Einblick in den „Kosmos“ Angewandte Improvisation und auch welche Lebenshaltung, welche Potentiale dahinter stecken.

Wie geht es weiter? Folgende Ideen:

# Wie in der lession-learnend-Session gesagt: kostenlose Kurzformate, wo jemand eine Herausforderung, ein Problem beschreibt und zwei Menschen im Miteinander Lösungen entwickeln. Oder solche, wo ganz neue Ideen für Neues entstehen.

# Kostenpflichtige Langformen, wo Unternehmen und Institutionen bei komplexeren Fragestellungen unterstützt werden oder auch bei der Frage, wie Methoden aus der Angewandten Improvisation in Feldern wie Teamarbeit, Projektentwicklung und -umsetzung, Vernetzung, Beratung, Coaching, Supervision, Bildungsangebote, Partizipationsprojekte, Gesellschaftsveränderndes…eingesetzt werden können

# Kostenlose Kurzformate, wo Menschen aus verschiedensten Feldern kreative Methoden vorstellen und mit anderen überlegen, wo und wie das noch möglich wäre

# Kostenpflichtige Langformen wo Führungskräfte, Lehrende, Tätige in Beratung – Werbung – Projektmanagement – Therapie – usw. neue Methoden für die Praxis kennen- und einsetzen lernen

# Kostenfreie Kurzformen, wo miteinander Geschichten u. a. mit verschiedensten Assoziationstechniken entwickelt werden

# Kostenpflichtige Langformen, wo es um kreative Wege zu unterschiedlichsten Texten für viele Einsatzfelder und Zielgruppen geht, ansprechende, berührende, Texte, die ausgehen von kreativer Ideenfindung

So und jetzt seid ihr gefragt. Mit euren Ergänzungen, Fragen, Ideen, Angeboten, Beiträgen (z. B. hier als Kommentar, als Tweet an @cfreisleben, als Mail…). Damit „Du bist Improvisation“ auf ununi.tv und anderswo weitergehen kann.

Ich freu mich drauf!

P. S.: Noch Angewandte Improvisation Bildungshinweise:

  • Ab 10. 1. an der VHS Linz (findet fix statt, Anmeldungen bis zuletzt möglich: Dreiteilige Seminarreihe zu wild denken
  • Sa, 25. 1 2014., 9.30 – 17, Linz: Kraftvoll, lebendig, ungewöhnlich: Improtools für Seminare, Lehrveranstaltungen, Projekte mehr
  • 28. 2.: Ressourcentheater kreative, ungewöhnliche und wirksame Handlungsschritte finden, auszutesten und schrittweise in den Alltag umsetzen mehr
  • Ab 14. 3.: „Das ist doch mein Leben – Lebensrollen aktiv gestalten“ vier Termine mehr
  • improvitiven Beratung mit mir: Also für Einzelpersonen oder Teams, die nach neuen Zugängen, Ideen, Perspektiven… suchen mehr

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter E-Learning, ressourcenorientiert

Management ist Improvisation

Am Anfang gleich zur Erinnerung, wenn hier jemand empört aufschnaubt: Improvisation ist nicht gleichzusetzen mit „wenn gar nichts mehr Anderes geht“, mit ständigen provisorischen Notfalllösungen, mit „da muss es eigentlich was Besseres geben, aber erstmals improvisiere ich.“ (siehe auch hier)

Ich schreibe diesen Blogbeitrag, weil ich aktuell am MOOC Management 2.0 teilnehme und weil ich nächste Woche zum Kongress des Applied Improvisation Network in Berlin fahren werde. Ein Hauptthema ist dort Improvisation und Leadership. Und auch weil ich gerade viel in einen Masterlehrgang Leadership an der KPH Wien als Lehrender / Teil des Leitungsteams einbringe.

Also nochmal: Management ist Improvisation. Zu dieser Aussage drei Begründungen:

Das Leben ist unplanbar. Natürlich bedeutet gutes Management eine gute, mit allen Beteiligten abgestimmte und kontinuierlich kommunizierte Terminabsprache. Diese hat im Idealfall auch Pufferzonen „eingebaut“, berücksichtigt Bedürfnisse nach Pausen, nach Ankommen-Können, nach Platz für Nachfragen…

Natürlich bedeutet Management gute Finanzplanung, die berücksichtigt, dass Preise steigen oder sinken können. Und ein institutionalisiertes bewusstes Achten auf Leitlinien, Prozesse, Abläufe, Qualität & (laufende) Qualifizierung.

Jede/r hat schon die Erfahrung gemacht: Dann ist plötzlich doch alles ganz anders, als vorhersehbar. Durch einen Stau auf der Straße, eine Zugverspätung, eine Erkrankung, ein nicht absehbarer Regierungswechsel und damit einhergehende Budgetkürzungen (manchmal reicht auch einE neueR MinisterIn, einE neuer MinsiterialrätIn…). Manchmal gehen Maschinen kaputt die gerade erst gewartet wurden, Oder KundInnen / KlientInnen die fix zusagten kommen doch nicht oder schicken – vielleicht noch schlimmer – eine Vertretung.

Leben ist Veränderung. Es gibt so wunderhübsche Begriffe wie Fehlermanagement oder corporate knowledge management oder „gelebte Kooperation“ / Networking oder – sehr beliebt – Innovation. Sie finden sich in Konzepten, werden bei Sitzungen ins Protokoll gehievt oder in die Rede bei der MitarbeiterInnenversammlung eingebaut. Und doch heißt es dann wieder „Nein“; wenn jemand eine Idee einbringt. Oder „das war schon immer so“ bzw. „immer machst Du alles schlecht“, wenn jemand auf ein Problem hinweist. Eine andere Reaktion ist in beiden Fällen oft: „Ja dann mach halt…“, ohne echtes Interesse daran, wie der/die denn das bewerkstelligen könnte.

Improvisation bedeutet in diesem Zusammenhang zunächst Wertschätzung und Achtsamkeit für Ideen, für Erfolgsgeschichten oder Hinweise auf scheinbar kleine Details die vor wachsenden bzw. schon länger vorhandenen Probleme warnen.

Improvisation bedeutet Räume zu institutionalisieren, wo auch mit unkonventionellen Methoden aktiv nach Ideen gesucht, diese auf den Punkt gebracht werden. Wo offen über Schwierigkeiten und mögliche Lösungsansätze ausgetauscht wird. Wo Kooperation von „Ja genau“ ausgeht und die Ressourcen aller Beteiligten aktiv wahrgenommen, genutzt und gefördert werden.

Leben braucht / macht Sinn. Geld ist ein wichtiger Motivationsfaktor, gibt Sicherheit.

Und gleichzeitig gibt es Begegnungen, Abläufe, Erfahrungen… die herausfordernd, belastend sind.

Haltungen und Methoden der Angewandten Improvisation machen diese Situationen und Abläufe sichtbar und so veränderbar. Gemeinsam entwickelt werden können darauf aufbauend entlastende Handlungsoptionen sowie lösungsorientierte Vorgangsweisen. Mit vielen verschiedenen Varianten, auch solchen die auf den ersten Blick völlig undenkbar oder unmachbar schienen.

2 Kommentare

Eingeordnet unter ressourcenorientiert, spontanes

Hinweis auf Blog-Gastbeitrag / Linz-Seminare

Christian F. Freisleben hat kürzlich einen Gastbeitrag zu Angewandter Improvisation am CommonsBlog geschrieben: Hier zu finden.

Dort angekündigt und hiermit auch hier folgendes Seminarangebot.

Fr, 12. 7., 16 – 21, Linz: Impro? Jetzt!: Improvisation lässt uns  neue Perspektiven entdecken oder gestalten. Selbstbewusst wird es möglich, ungewohnte Richtungen wahrzunehmen und einzuschlagen. mehr

Uuuuund: Als improweise_Beitrag auch zur Einstimmung zum Kongress des Applied Improvisation Network, 2. – 5. 10. in Berlin (wirklich sehr, sehr empfehlenswert!):

Sa, 28. 9., 9.30 – 17, Linz: Kraftvoll, lebendig, ungewöhnlich: Improtools für Seminare, Lehrveranstaltungen, Projekte mehr

 

Ein Kommentar

Eingeordnet unter ressourcenorientiert

Nimm Geschenke wahr

Diesen Satz von Patricia Madson nehme ich als Ausgangspunkt um über Ressourcen zu schreiben (auch weil es am 13. 4. 2013 in Linz ein improweise_seminar zum Thema geben wird http://www.improweise.at/bildung_iw_seminar.html).

Bei meinen oder iw_Seminaren begegne ich immer wieder Menschen, die davon erzählen, wie selten sie Lob und Anerkennung bekommen, bzw. solche die das Gefühl haben „nicht gut genug“ zu sein. Natürlich kenne ich auch selbst Momente oder Phasen wo ich das Gefühl habe: Was ich bin, was ich kann – das reicht irgendwie nicht aus, ist zuwenig, kommt nicht genug zur Entfaltung. Und selbst wenn ich mir meiner Ausbildung, meiner langjährigen Erfahrungen, meiner vieler Ressourcen (wieder) gewahr werde bleibt noch immer die Frage: Was mache ich damit sinnvollerweise und wer nimmt das überhaupt wahr, ernst? Und wann fange ich damit an, damit aktiv etwas zu tun?

Das mit den Ressourcen ist eine spannende Sache: Wir wachsen auf, wir gehen in Kindergarten und Schule, wir bilden uns weiter, wir haben Hobbys und Interessen – schon alleine durch diesen Weg verfügen wir über eine sehr große Bandbreite an Ressourcen. Dazu kommen Dinge / Fähigkeiten die wir haben, obwohl wir nicht wissen von wo sie kommen oder nicht fassen können, dass wir sie tatsächlich haben. Ich suche schon länger nach einem guten Begriff dafür: „universelles Wissen“ stößt manchen sauer auf – letztlich geht es um Wissens- und Handlungsressourcen die allen Menschen zur Verfügung stehen, die miteinander gestaltet, ausgeweitet werden können. Denn wieso entstehen neue Ideen, wenn wir miteinander arbeiten? Wieso können wir unsere Meinung oder auch Ratschläge zu Themen geben, mit denen wir bislang wenig oder gar nicht in Berührung waren?

Ich habe in dem Buch Effectuation – Wie erfolgreiche Unternehmer denken, entscheiden und handeln, (Michael Faschingbauer, Schäffer-Poeschel, 2010) den Begriff des „Kleiderschranks“ entdeckt, in dem unsere Ressourcen auf den Einsatz warten. Dort sind auch Fähigkeiten und Eigenschaften zu finden, die wir bei Bedarf „überstreifen“ und dann wieder in den Kasten hängen können. So bin ich selbst etwa durchaus „ordentlich“ und gleichzeitig bin ich das nicht 100% der Zeit. Gefüllt ist dieser Schrank auch mit Inspirationen, Ideen, Erfahrungen die wir aus Gesprächen die wir geführt haben mitnehmen, aus Konflikten die wir ganz / halb oder gar nicht gelöst haben, aus Projekten an denen wir beteiligt waren, aus allen möglichen (und unmöglichen) Wahrnehmungen des „Alltags“ in all seiner vielfältigen Form.

Und das ganz Tolle ist: Es gibt nicht nur „meinen“ Kleiderschrank sondern auch jenen der Menschen um uns herum. Hier dürfen wir bewusst darauf schauen, was die können, wozu sie inspirieren, dürfen auf sie zugehen und um Mithilfe bitten zur Kooperation einladen. Genau das ist für mich auch mit „Nimm Geschenke wahr“ gemeint: Meine Fähigkeiten immer wieder bewusst wahrzunehmen, sie auch selbstbewusst zu zeigen. Andere wahrnehmen und auf Verknüpfungen achten, auf überspringende Funken. Interessant ist, dass dies manchmal mit Menschen geschieht, von denen wir „so was“ gar nicht erwarten, vielleicht auch weil wir sie als jemand wahrnehmen, der /die nicht wertschätzend oder gar „zuwendend“ vorgeht. Das Leben ist voller Überraschungen. Und voller Geschenke. Auch solcher, die darum zu Geschenken werden, weil wir sie miteinander entdecken, gestalten, auspacken, einsetzen, weiter entwickeln, für andere verfügbar machen….

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter ressourcenorientiert

Sei durchschnittlich

Sicher eine der provokantesten Thesen von Patricia Madson! Denn natürlich ist es der Wunsch von vielen, möglichst oft brillieren zu können, zu zeigen, was in uns steckt. Wobei genau hier eine „Falle“ lauert…

In vielen unserer Seminare und Beratungen ist zu erleben, wie Menschen beginnen, unterstützt durch ressourcenorientierte Methoden aus der Angewandte Improvisation mehr als sonst über ihre Fähigkeiten zu sprechen. Und auch über ihre Träume und Ideen. Was folgt ist neben der Freude, das erleben zu können ein dickes fettes ABER. Denn dies alles sei ja nichts „Besonderes“ oder gar „Außergewöhnliches“ und das Prädikat „Innovativ“ wäre hier schon gar nicht angebracht.

Dazu kommen Geschichten von Ideen, die wieder verschwunden sind, weil ja die Gefahr zu groß sei, dass bei deren Umsetzung oder schon viel früher schon beim ersten Erzählen etwas schief gehen könnte, andere sagen würden „also dass ist ja nicht wirklich ganz neu!“.

Wie schon an anderen Stellen gesagt: Improvisation steht auf einer Basis. Diese besteht u. a. aus unserer Ausbildung, unseren Erfahrungen in verschiedensten Lebensfeldern, aus Fähigkeiten die wir schon ausprobiert haben oder die in uns angelegt sind. Wenn wir also eine Idee aus diesem Fundus nehmen, etwas gut umsetzen können mit diesen Fähigkeiten ist dies in mehr Fällen, als wir uns selbst oft zutrauen ein Ausgangspunkt für etwas völlig Neues, für positive Impulse und Veränderungen, für Hoffnung, für gelungene Teamarbeit, für neue Produkte und Dienstleistungen.

Also ja, wir dürfen und sollen selbstbewusst zeigen, was ins uns steckt. Und dürfen dabei die Angst hinter uns lassen, dass eine Idee von uns, ein Vorschlag, ein Hinweis, eine Handlung als „durchschnittlich“ wahrgenommen werden könnte. Wir dürfen und sollen auch etwas sagen / tun, was wir selbst als „das mach ich eh immer so“ wahrnehmen und für andere in vielen Momenten unerwartet wertvoll, inspirierend, unterstützend ist.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter ressourcenorientiert, spontanes

Improvisation meets E-learning & Social media

Wie der selbstständige Konsulent für Wissensmanagement, Organisationskultur- und wandel sowie OpenGovernment und SocialWeb Ton Zijlstra bei seiner Keynote „Owning your Learning Path – Zum Lernen in der Netzwerkgesellschaft“ ( http://www.slideshare.net/TonZijlstra/lernen-in-der-netzwerkgesellschaft) bei der Tagung „Zukunft Basisbildung: Web Literacy“ (Juni 2012 in Graz) sagte: Im großen Web 2.0 wartet viel Unerwartetes und Unplanbares. Denn durch die Vernetzung und Zusammenarbeit unterschiedlichster Menschen, durch Begegnungen, die ohne Web 2.0 in dieser Form vielleicht gar nicht möglich gewesen wären entstehen völlig neue Ideen, Sichtweisen, Projekte, Formen der Zusammenarbeit und Vernetzung. Angewandte Improvisation hat ja sehr viel mit Kooperation und Kollaboration zu tun, mit gegenseitiger Unterstützung, mit dem gemeinsamen Wahrnehmen und Verändern von Rahmenbedingungen sowie mit neuen Zugängen für alle Lebensfelder. Die Werkzeuge und Möglichkeiten des Web 2.0 können das in vielfacher Hinsicht unterstützen – Ausgangspunkte sowie wichtige Rahmenbedingungen habe ich unter dem Schlagwort zweinullchancen in diesem Blog zusammengetragen.

Hier nun einige Fundstücke, die in unterschiedlicher weitere Verbindungen zwischen Einsatz von E-Learning / Social Media und Angewandter Improvisation aufzeigen oder anregen:

Ein podcast-Prpojekt zu Improvisationstheater, das auch schöne Beispiele für den Einsatz von Angewandter Improvisation in anderen Feldern bringt

http://frequenz9.blogspot.de/search/label/FrequenzImpro

als Ergänzung eine ähnliche, englischsprachige Serie http://itunes.apple.com/podcast/the-fracas!-improv-podcast/id259657203?mt=2

oder auch http://improvisednewyork.podbean.com/

sowie http://podcast.improvresourcecenter.com/

ebenso interessant: http://improv.podomatic.com/

oder auch http://itunes.apple.com/us/podcast/improv-obsession-podcast/id476955442

 

Ein schönes Beispiel der Kombinationsmöglichkeiten: interaktiver stummfilm http://www.taubenhaucher-impro.de/stummfilm/

und: ein Video mit Entscheidungsmöglichkeiten http://www.youtube.com/watch?v=1HIGCgpHYB4&feature=youtu.be

 

Dann dieses wirklich nette Projekt;

twitterimpro https://twitter.com/#!/TheaterImpro

siehe auch http://www.twittwoch.de/2-twittwoch-nrw/

 

Ein Video über Improvisieren beim Präsentieren

http://www.youtube.com/watch?v=DHL2dQltYPk&feature=youtu.be

 

Ein weiteres sehr inspirierendes englischsprachiges Video zu Improtipps auch für den Alltag: http://vimeo.com/10174722

 

Englische Vorschläge auf eingegebene Wort für solche die sich Reimen: http://www.writeexpress.com/online.html

 

Ebenso Englischsprachig sehr umfassend, zum Thema Improviseren lernen, viel auch nicht nur für die Improthetaer-Bühne umsetzbar! http://learnimprov.com/

 

Deutschsprachig das ImproWiki mit einer großen Liste an nicht nur im Theaterfeld umsetzbaren Spielen und Impulsen:

http://www.improwiki.de/improtheater/Hauptseite

interessanter Text: Internet lädt auch im unternehmerischen Feld zu Improvisation ein http://www.zeit.de/digital/internet/2011-05/improvisation-im-netz

 

Ein guter Diskussionsimpuls: http://dailyimprovisation.blogspot.co.at/2012/02/myth-of-online-community.html

 

Das ist sehr inspirierend http://www.germancowboys.de/video/4070

http://www.zehn.de/die-10-witzigsten-chatroulette-improvisationen-auf-youtube-1073604-0

 sehr hilfreich und inspirierend: http://lindseycaplan.com/ Tools for Navigating Business Without a Script

http://www.nytimes.com/2010/09/07/business/07hotel.html

interessantes Projekt: http://blog.de.ts.fujitsu.com/?p=10874#.T9Oo-rmGCrw.blogger

Und Ergebnisse aus einem post auf Facebook sowie auf der WebSite des Applied Improvisation Network:

http://www.artsprofessional.co.uk/Magazine/view.cfm?id=6310&issue=253

http://appliedimprov.ning.com/profiles/blogs/improvisation-and-learning-a

Impro im Mathematikunterricht http://math.arizona.edu/~ayoung/pdf/improv_presentation.pdf

 Blog über Improvisation und ihren Einsatz in verschiedenen Feldern: http://storyrobot.com/improv/

Ein weiterer interessanter blog:

http://kevinmullaney.com/

3 Kommentare

Eingeordnet unter E-Learning, ressourcenorientiert

Beginne irgendwo

Beginne irgendwo

„So einfach kann es doch nicht sein!“ – eine Reaktion, die ich bei meinen / unseren Seminaren oder Beratungen manchmal bekomme. Dann, wenn eine Idee auftaucht, ein Lösungsansatz oder eine entlastende Alternative, die so „einfach“ ist, dass es fast schon weh tut.

Warum ist es manchmal so schwer, das „Naheliegende“ wahrzunehmen bzw. es auch zu nutzen?

Nun da ist mal der Wunsch, originell sein zu wollen, spannend, ja eigentlich genial. Guter Wunsch! Und gleichzeitig gelingt das in vielen Situationen dann, wenn wir auf das Naheliegende hinweisen, das Nutzen, was schon da ist bzw. zwischen vorhandenen naheliegende „Verbindungslinien“ ziehen. Also ja, es ist erlaubt einfach seit längerem Vorhandenes aufzugreifen. Mehr noch es ist ein essentielles Element von Angewandter Improvisation. Denn entdecken mancher Bilder im Kopf, heißt „improvisieren“ nicht nur etwas aus dem luftleeren Raum zu schaffen, sondern eben auch leichtquere Verknüpfungen herzustellen, Erfolgsgeschichten bewusst wahrzunehmen (auch durch multimediales und kooperatives und auch körperorientiertes Visualisieren) sowie aus Fehlern zu lernen.

„Beginne irgendwo“ ist keine Anleitung zum blind Herumstochern und gleichzeitig ist sie genau das. Einladung: Im Raum (ja jetzt, hier, gleich!) umschauen und darauf achten, wo welche Gegenstände sind, welche Farbe, Oberflächenbeschaffenheit sie haben. Wann wurden sie, wie zuletzt verwendet? Welche Assoziationen verbinden wir damit? Welche Geschichten erzählen sie? Was geschieht wenn ich zwei beliebige Gegenstände mit ihren Geschichten nebeneinander stelle oder ein drittes dazu, und die Reihenfolge blind verändere?

„Beginne irgendwo“ ist zugleich die Herausforderung, die Einladung sich nicht für Fehlschläge zu schämen. Es ist ok, darüber zu trauern, manches ganz abzuschließen. Und gleichzeitig zu achten, welche Idee, da noch warten, versteckt sind zwischen den Zeilen. Ganz offensichtlich auf uns wartend jetzt.

Manchmal ist es ein Satz. Ein Bild, das wir sehen. Eine Abfolge von Tönen. Oder eben dieses großes Geschenk, das entsteht, wenn zwei Menschen zusammenkommen – am besten mit der Ja – genau Einstellung in Kopf und Herzen – und dann in diesem Raum, das Naheliegende plötzlich glasklar und überraschend leicht zu „haben“, zu weiterentwickeln ist.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter intuitives, leichtqueres, ressourcenorientiert, spontanes